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Bezirksversammlung Niederbayern 2026
Landrat Peter Dreier wurde vom Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks ein „Timmy“ aus Holz überreicht.
V.l.n.r.: Hauptgeschäftsführer LIV Kai Gajewski, Bezirksvorsitzender Anton Schiller, Repräsentantin der Unternehmerfrauen Christine Schiller, Landrat des Landkreises Landshut Peter Dreier und Präsident LIV Peter Aicher.
Quelle: LIV/mr
Die Zimmerer Niederbayerns trafen sich am 20. Januar 2026 in Essenbach zu ihrer jährlichen Bezirksversammlung. Dazu begrüßten der Präsident des Landesinnungsverbandes des Bayerischen Zimmererhandwerks (LIV) Peter Aicher, Hauptgeschäftsführer Kai Gajewski sowie Bezirksvorsitzender Anton Schiller neben 50 Teilnehmenden aus der Branche auch Peter Dreier, Landrat des Landkreises Landshut.
Zu Beginn des Jahres kommen traditionell die Mitgliedsbetriebe und die Vertreter des Landesinnungsverbandes in jedem der sieben bayerischen Bezirke zusammen. Diese regelmäßigen Treffen dienen dazu, aktuelle Entwicklungen im Zimmererhandwerk und im Holzbau zu besprechen sowie den direkten Kontakt zwischen Verband und den Zimmerern in örtlichen Innungen und Fachgruppen zu pflegen.
Der Bezirksvorsitzende Anton Schiller begrüßte die Teilnehmenden und berichtete von den stetig steigenden Holzbauquoten, die das steigende Interesse am Holzbau wiederholt belegen. Seine Frau Christine Schiller berichtete als Repräsentantin der Unternehmerfrauen über den engen Zusammenhalt und Austausch unter den Mitgliedern des Forums.
Präsident Peter Aicher informierte in seinem Vortrag über die Arbeit des Landesinnungsverbandes auf europäischer, bundes- und landespolitischer Ebene. Dazu zählen unter anderem die Nachwuchsförderung, Öffentlichkeitsarbeit, strategische Verbandsentwicklung sowie aktuelle Forschungs- und Innovationsprojekte im Holzbau. „Unser Ziel ist die Etablierung von Holz als neuen Standard im Bauwesen“, bekräftigte Aicher.
Auch Peter Dreier, Landrat des Landkreises Landshut, hieß die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenfalls in Essenbach willkommen. Er bedankte sich bei den Betrieben für ihre wichtige Rolle als Garant für lokales und nachhaltiges Wirtschaften auch in ökonomisch schweren Zeiten.
Die Unternehmerfrauen um Christine Scheidler (vorne links) tauschten sich am Nachmittag über ihre Arbeit und gemeinsame Herausforderungen aus.
Quelle: LIV/mr
Im Hauptteil bot die Bezirksversammlung den Teilnehmenden einen praxisnahen Überblick über aktuelle Fachthemen, digitale Lösungen und neue Instrumente des Landesinnungsverbands, die den Arbeitsalltag in den Betrieben erleichtern.
Einen praxisnahen Einblick in den Bereich Arbeitssicherheit gab Hermann Breitinger, Geschäftsführer des Arbeitsmedizinischen Diensts der BG BAU GmbH. Vorgestellt wurde das Leistungsangebot des Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnischen Dienstes (ASD der BG Bau), der Betriebe bei der Organisation von Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften unterstützt und finanzielle Anreize in Form von Arbeitsschutzprämien bietet.
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung lag auf dem Thema Künstliche Intelligenz. Unter dem Titel „KI – Wo geht die Reise hin?“ zeigte Christian Zweck von der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz, wie Künstliche Intelligenz Handwerksbetriebe bereits heute konkret unterstützen kann, etwa bei der Baustellendokumentation, der Erstellung von Materiallisten oder der effizienten Bearbeitung von E-Mails.
Hauptgeschäftsführer Kai Gajewski gab einen Überblick über aktuelle politische und rechtliche Entwicklungen. Themen waren der Bauturbo und seine möglichen Auswirkungen auf die Bauwirtschaft, die Entwicklung der Lohnkosten sowie rechtliche Neuregelungen ab 2026, etwa zur Bewertung von Fahrzeiten als Arbeitszeit. Außerdem stellte er den neuen Nachhaltigkeits-Piloten des Landesinnungsverbandes vor. Das Tool ermöglicht Mitgliedsbetrieben die einfache Berechnung von CO₂-Emissionen sowie die schnelle Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts und steht exklusiv den Innungsbetrieben zur Verfügung.
Valentin Klingler, Verbandsreferent für Nachhaltigkeit und Effizienz im Holzbau, stellte im Anschluss aktuelle Forschungen und ihren konkreten Nutzen für die Betriebe vor, gab einen Überblick über die aktuelle Förderlandschaft und beantwortete die Frage, welche Nachweise im Rahmen der PEFC-Zertifizierung erforderlich sind.
Abgerundet wurde das Programm durch einen Vortrag von Andreas Kraft, Verbandsreferent für Technik und Umwelt. Er präsentierte eine neue digitale Lernplattform des Landesinnungsverbandes für seine Mitgliedsbetriebe, mit der Mitarbeiterunterweisungen einfach, schnell und rechtssicher dokumentiert werden können.